Bauch straffen nach Schwangerschaft ohne OP: 4 Tipps!

Redaktion, 22. SEPTEMBER 2022

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Ein schlaffer Bauch ist für Frauen nach der Schwangerschaft meist kein Grund zur Freude.

Auch wenn die Schwangerschaft und die Geburt des Kindes noch so schön waren, die Figur und vor allem den Bauch vor der Schwangerschaft hätten die meisten Frauen gerne so schnell wie möglich wieder. Eine effektive Möglichkeit ist die operative Bauchdeckenstraffung (“Mommy Makeover”). Doch es muss doch auch einen Weg ohne plastische Chirurgie geben? Wir verraten in diesem Artikel 5 Tipps, wie Sie Ihren Bauch nach der Schwangerschaft ganz ohne Operation straffen können.

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Ein schlaffer Bauch nach der Schwangerschaft ist ganz normal

Das Kind wächst für gewöhnlich etwa 40 Wochen im Bauch der Mutter heran. Dabei werden die Haut der Bauchdecke, das Bindegewebe und die Muskulatur immer stärker gedehnt. Durch die dauerhafte Dehnung müssen sich das Gewebe und die Muskulatur verändern, damit es nicht zu Schäden kommt. Besonders deutlich wird das an der geraden Bauchmuskulatur: Die beiden Muskelstränge driften ab der 20. Schwangerschaftswoche auseinander und es entsteht eine Bauchmuskelspalte. Die Bauchmuskeln und auch der Beckenboden können ihre Funktionen nun immer schlechter erfüllen.

Erst nach der Geburt werden die meisten Veränderungen sichtbar. Die Dehnung verschwindet plötzlich und auch die hormonelle Beeinflussung lässt wieder nach. Daher ist es ganz normal, dass der Bauchbereich erschlafft. Die Bauchmuskeln und die Haut können sich aber wieder zurückbilden. Wichtig ist es, den Körper dabei zu unterstützen.

Bei jeder zweiten Schwangeren entstehen durch die übermäßige Dehnung feine Risse in der Haut, die man auch als Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen bezeichnet. Nach der Schwangerschaft verblassen sie wieder und ihre violette Färbung passt sich zunehmend dem Hautton an. Normalerweise bleiben helle, feine Narben zurück.

Was sind die Ursachen für einen schlaffen Bauch nach der Schwangerschaft?

Schlaffe Haut ist nach der Entbindung ganz normal. Die Muskeln müssen sich erst zurückbilden und auch der Hautüberschuss geht nicht von den einen auf den anderen Tag wieder zurück. Wie drastisch die Veränderungen sind, hängt aber von unterschiedlichen Ursachen ab. Zu diesen gehören:

  • Bindegewebsschwäche (Genetik)
  • dauerhafte Dehnung der Bauchdecke und Elastizitätsverlust
  • hormonelle Einflüsse
  • ungewöhnlich hohe Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Der Bauch bildet sich nach der Schwangerschaft normalerweise von allein wieder zurück. Das kann aber mehrere Monate oder sogar ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen. Besonders bei einem schwachen Bindegewebe oder einer hohen Gewichtszunahme kann aber auch ein kleiner Bauch zurückbleiben. Bei wiederholten Schwangerschaften ist es wahrscheinlicher, dass der Bauch nicht mehr so straff wird, wie er mal war.

Unser Tipp bei schlaffer Haut am Bauch

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Bauch straffen nach Schwangerschaft ohne OP: 4 Tipps für einen straffen Bauch

Für eine Bauchstraffung braucht es nicht gleich die Mommy-Makeover-OP beim Schönheits-Doc. Auch mit anderen Methoden kann man dafür sorgen, dass die Haut nach der Geburt wieder schön straff wird. Die Frauen brauchen vor allem Geduld: Der Bauch ist über Monate hinweg gewachsen und wird daher auch nicht innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder aussehen wie vor der Schwangerschaft. Wichtig ist auch, sich keine unrealistischen Ziele zu setzen oder falsche Vorbilder zu nehmen. Ein kleiner Bauch nach einer Schwangerschaft ist kein Grund, sich unwohl zu fühlen oder zu schämen. Folgende Tipps können bei der Hautstraffung helfen.

1. Rückbildungskurs und regelmäßiger Sport

Der Körper startet wenige Tage nach der Geburt von ganz allein mit der Rückbildung. Der Gewichtsverlust ist in den ersten Tagen und Wochen sehr deutlich und auch die Rückbildung der Gebärmutter kann in Form von Nachwehen spürbar sein. Die Haut und die Bauchmuskulatur sind stark überdehnt und schlaff. Auch der Beckenboden ist kraftlos.

Rückbildungsgymnastik ist für die frisch gebackenen Mamas deswegen sehr wichtig. Sie stärkt den Beckenboden und die Bauchmuskulatur nach der Geburt auf sanfte Weise. Normalerweise kann man etwa 6 bis 8 Wochen nach der Entbindung damit beginnen. Auch Gymnastikübungen für zu Hause können helfen. Sanftes Yoga ist ebenfalls möglich. Die Rückbildungsgymnastik verhindert auch Folgen wie eine Gebärmuttersenkung und ungewollten Urinabgang.

2. Bauchstraffung durch Cremen und Massagen

Für elastische und feste Haut ist die richtige Körperpflege unverzichtbar. Wenn man den Bauch und die Brust schon während der Schwangerschaft regelmäßig mit Lotionen, Ölen und sanften Massagen pflegt, kann man einen schlaffen Bauch schon im Vorfeld reduzieren. Diese Routine sollte man nach der Entbindung unbedingt beibehalten. Die Haut braucht Feuchtigkeit und sollte mit pflegenden Ölen versorgt werden. Empfehlenswert ist die Biovolen Aktiv Senfsalbe. Trägt man sie nach dem Duschen auf die Haut auf, kann sie unterstützend zur Hautstraffung beitragen. Auch Cellulite am Bauch kann durch die regelmäßige Behandlung mit der Salbe reduziert werden.

3. Straffer Bauch mit Thermage

Die Thermage ist bei einer stärkeren Hauterschlaffung sinnvoll. Sie bewirkt eine langfristige Hautstraffung, ohne dass eine operative Bauchdeckenstraffung notwendig ist. Sie wirkt nicht nur haustraffend, sondern kann auch bei Cellulite helfen.

Bei der Thermage-Behandlung wird die Haut mithilfe von hochfrequenten Radiowellen bestrahlt. Diese reichen bis in die tieferen Hautschichten und straffen das Gewebe und die Kollagenfasern sofort. Durch die gezielte Wärme wird auch die Kollagenbildung angeregt, wodurch langfristig die Elastizität und Spannkraft der Haut wiederhergestellt wird. Der Effekt hält in der Regel für fünf bis sieben Jahre an und kann neben der Bauchstraffung auch am restlichen Körper angewendet werden.
Der Nachteil: Die Thermage zur Bauchdeckenstraffung kostet rund 3000 Euro.

4. Bauchstraffung mit Kryolipolyse

Wie bei der Thermage handelt es sich auch bei der Kryolipolyse um eine Methode, die nicht operativ und schonend durchgeführt wird. Fettansammlungen nach der Schwangerschaft im Bauch- und Hüftbereich, die einfach nicht verschwinden wollen, lassen sich mit der Kryolipolyse gezielt vereisen. Bei der Fettvereisung werden die Fettzellen mit Kälte abgetötet und dann über den Körper ausgeschwemmt. Nach etwa 6 bis 8 Wochen ist der Bauch dann wieder flach. Manchmal sind mehrere Behandlungen notwendig.
Nicht geeignet ist die Behandlung in der Stillzeit. Die Preise für die Behandlung am Bauch können von €130 bis €480 pro Behandlung variieren.

Wie kann man einen schlaffen Bauch nach der Schwangerschaft verhindern?

Es ist normal, dass nach der Schwangerschaft ein Bauch zurückbleibt. Die oben genannten Faktoren wirken sich auf das Ausmaß aus. Doch als werdende Mutter kann man einiges tun, um die Hauterschlaffung des Bauches zu verringern.

  • Hautpflege: Wer die Haut am Bauch schon frühzeitig mit speziellen Ölen oder Cremes (z.B. Senfsalbe) versorgt, kann das Gewebe elastisch halten und so für einen straffen Bauch sorgen.
  • Massagen: Frauen sollten ihren wachsenden Bauch regelmäßig sanft massieren. Das fördert bekanntermaßen die Durchblutung und kann auf diese Weise das Bindegewebe stärken und eine Bauchstraffung bewirken.
  • Wechselduschen: Wie Massagen regen auch Wechselduschen die Durchblutung an. Sie sind nicht nur förderlich für einen straffen Bauch, sondern können auch Schwangerschaftsstreifen reduzieren. Wechselduschen sollte man aber vorher mit dem Arzt absprechen.
  • Sport: Ausreichend Bewegung während der Schwangerschaft ist für den Körper wichtig. Ein leichtes Training und mäßiger Ausdauersport stärken die Muskulatur und das Bindegewebe. Außerdem fördert Sport den Abbau von Stress und trägt zur Entspannung bei.
  • Gesunde Ernährung: Für straffe Haut ist eine gesunde Ernährung mit vielen Mikronährstoffen sehr wichtig. Die ein oder andere Sünde ist zwar nicht verboten, aber die Ernährung sollte bestenfalls ausgewogen sein und auch genügend Flüssigkeit enthalten. Zucker und Fast Food fördern eine Gewichtszunahme, die nicht nur einen schlaffen Bauch begünstigt, sondern auch eine Schwangerschaftsdiabetes auslösen kann.

Fazit

Es ist ganz normal, dass der Körper nach einer Schwangerschaft nicht gleich wieder aussieht wie davor. Schließlich ist über 9 Monate lang ein neuer Mensch darin herangewachsen. Besonders, wenn man genetisch bedingt über schwaches Bindegewebe verfügt oder eine große Gewichtszunahme erlebt hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Bauchdecke nach der Entbindung schlaff ist. Wer auch während der Schwangerschaft auf Sport, eine gesunde Ernährung und eine gute Hautpflege achtet, kann der Hauterschlaffung vorzeitig entgegenwirken. Der Bauch kann nach der Schwangerschaft auch ohne OP wieder straff werden. Hierfür braucht es vor allem Geduld, Disziplin und einen gesunden Realismus.

QUELLEN

  • Kimmich, N., Haslinger, C., Kreft, M. & Zimmermann, R. (2015). Rektusdiastase und Schwangerschaft. PRAXIS, 104(15), 803-806. DOI: 10.1024/1661-8157/a002075
  • Rosenthal, A. (2021). Fit und stark nach der Schwangerschaft. Meyer & Meyer.