Microneedling gegen Cellulite: Wie ist der Vorher-Nachher-Effekt?

Microneedling gegen Cellulite: Wie ist der Vorher-Nachher-Effekt?

Redaktion, 11. NOVEMBER 2025

microneedling cellulite

Microneedling wird immer beliebter bei diversen Hautproblemen

Cellulite betrifft viele Frauen – unabhängig von Alter oder Körpergewicht – und ist für viele ein Thema, das das Selbstbewusstsein beeinträchtigen kann. Zahlreiche kosmetische Behandlungen versprechen Abhilfe, doch nicht alle sorgen für sichtbare Verbesserungen. Microneedling hat sich in den letzten Jahren als effektive, minimalinvasive Methode einen Namen gemacht, um die Hautstruktur zu verbessern. Durch die gezielte Stimulation von Kollagen und Elastin kann das Hautbild geglättet, die Spannkraft erhöht und das Auftreten von Cellulite reduziert werden. In diesem Artikel schauen wir uns den Vorher-Nachher-Effekt von Microneedling gegen Cellulite an und erklären, wie die Behandlung wirkt und welche Ergebnisse realistisch zu erwarten sind.

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Cellulite am Po loswerden: Dieses Hausmittel hilft

Fast jede Frau hat Cellulite und trotzdem ist sie für die meisten nach wie vor ein Grund, sich unwohl zu fühlen. Vermeintliche Maßnahmen und Methoden dagegen gibt es viele, doch nicht alle halten ihr Versprechen. Wie eine neue Entdeckung ergeben hat, kann sogar ein Hausmittel dabei helfen, die Cellulite am Po loszuwerden.

Welche Ursachen hat Cellulite?

Cellulite ist eine harmlose Veränderung der Hautstruktur, die sich durch kleine Dellen und Unebenheiten an der Hautoberfläche zeigt. Besonders häufig tritt sie an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften auf – umgangssprachlich wird sie auch als „Orangenhaut“ bezeichnet.

Von Cellulite sind meist Frauen betroffen, Männer eher seltener. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Struktur des Bindegewebes: Während die Kollagenfasern bei Männern engmaschig und netzartig miteinander verbunden sind, verlaufen sie bei Frauen parallel. Diese Anordnung sorgt dafür, dass sich die Haut während einer Schwangerschaft besser dehnen kann – sie macht das Gewebe aber auch anfälliger für sichtbare Dellen.

Das charakteristische Erscheinungsbild der Cellulite entsteht, wenn das Unterhautfettgewebe durch das schwächer werdende Bindegewebe nach außen gedrückt wird. Mit zunehmendem Alter verliert das Bindegewebe an Festigkeit, wodurch sich Fettzellen leichter durch die Hautstruktur abzeichnen. Wassereinlagerungen können diesen Effekt zusätzlich verstärken. Außerdem können folgende Ursachen für Cellulite sorgen:

Hormonelle Einflüsse: Hormone wie Östrogen, Noradrenalin und Insulin können die Fettverteilung und -speicherung beeinflussen.

Ungesunde Ernährung: Eine Ernährung, die reich an Zucker, gesättigten Fetten und raffinierten Kohlenhydraten ist, kann die Bildung von Fettzellen fördern.

Bewegungsmangel: Fehlende körperliche Aktivität schwächt die Durchblutung und die Muskelmasse, was das Erscheinungsbild von Cellulite begünstigt.

Rauchen: Nikotin verengt die Blutgefäße und verschlechtert die Sauerstoffversorgung der Haut.

Übermäßiger Alkoholkonsum: Alkohol belastet die Leber und kann die Fettverarbeitung im Körper beeinträchtigen.

Wichtig ist: Cellulite hat nichts mit Übergewicht zu tun. Sie kann auch bei schlanken und sportlichen Menschen auftreten. Ausschlaggebend ist vor allem die individuelle Beschaffenheit des Bindegewebes, das Schuld daran ist, wie stark sich die kleinen Fettpölsterchen an der Hautoberfläche abzeichnen.

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Was ist Microneedling?

Microneedling – auch bekannt als Dermarolling oder Hautneedling – ist eine einfache, aber wirkungsvolle Behandlungsmethode, bei der die Haut mit winzigen Nadeln von etwa 0,25 mm bis 1,00 mm Länge sanft behandelt wird. Dafür werden verschiedene Werkzeuge verwendet, wie Dermastamps, Dermapens oder Dermaroller, die sowohl manuell als auch elektronisch betrieben werden können.

Durch das gezielte Einstechen in die Haut wird eine kontrollierte Wundheilungsreaktion ausgelöst. Dieser natürliche Reparaturprozess aktiviert eine Vielzahl biochemischer Reaktionen, die den Körper dazu anregen, neues Kollagen und Elastin zu produzieren. Das Ergebnis ist eine verjüngte, glattere und straffere Haut.

Darüber hinaus verbessert Microneedling die Aufnahmefähigkeit der Haut, sodass Wirkstoffe – etwa Seren oder spezielle Pflegeprodukte – über die mikroskopisch kleinen Kanäle besonders effektiv in tiefere Hautschichten eindringen können.

Die positiven Veränderungen in der Hautstruktur, die nach einer Behandlung beobachtet werden, sprechen für sich. Zahlreiche wissenschaftliche Studien weltweit belegen die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Methode, was Microneedling heute zu einer fest etablierten Behandlung in vielen internationalen ästhetischen und dermatologischen Kliniken gemacht hat.

Wie wirkt Microneedling bei Cellulite?

Microneedling aktiviert die natürliche Regenerationsfähigkeit der Haut. Durch die gezielten Mikroverletzungen wird die körpereigene Heilung stimuliert, wodurch die Produktion von Kollagen und Elastin angeregt wird. Diese beiden Strukturproteine sind entscheidend für die Festigkeit, Elastizität und Glätte der Haut. Das Ergebnis ist ein sichtbar strafferes Hautbild und eine deutliche Reduktion der Cellulite. Microneedling wirkt bei Cellulite folgendermaßen:

Anregung der Kollagen- und Elastinproduktion

Durch die feinen Mikroverletzungen der Haut wird der natürliche Reparaturprozess des Körpers aktiviert. Dabei werden verstärkt Kollagen und Elastin gebildet – Proteine, die der Haut Struktur und Spannkraft verleihen. Eine festere und elastischere Haut kann die typischen Dellen der Cellulite deutlich abmildern.

Verbesserung der Hautstruktur

Microneedling sorgt für eine glattere und gleichmäßigere Hautoberfläche. Die Haut wirkt straffer, feiner und insgesamt ebenmäßiger. So wird das Erscheinungsbild der Cellulite deutlich reduziert und die Haut erhält ein strafferes Aussehen.

Förderung der Durchblutung

Die Behandlung steigert die Mikrozirkulation in den behandelten Arealen. Eine bessere Durchblutung unterstützt den Abtransport von Stoffwechselprodukten und Toxinen und verbessert die Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dies trägt nicht nur zur Reduktion von Cellulite bei, sondern wirkt sich auch positiv auf andere Anwendungen – etwa bei Haarausfall – aus, da die Durchblutungsförderung die Aktivität der Haarfollikel anregen kann.

Reduktion von Fettzellen

Erste Studien weisen darauf hin, dass Microneedling die Größe der Fettzellen im Unterhautfettgewebe verringern kann. In Kombination mit anderen Methoden – beispielsweise Velashape oder ähnlichen Behandlungen – kann dieser Effekt zusätzlich verstärkt werden, was zu einem noch glatteren und strafferen Hautbild führt.

Wie ist der Vorher-Nachher-Effekt bei Microneedling gegen Cellulite?

Der Vorher-Nachher-Effekt von Microneedling bei Cellulite zeigt sich in einer langsamen, aber sichtbaren Verbesserung der Hautstruktur und Spannkraft. Schon nach wenigen Behandlungen wirkt die Haut glatter, fester und ebenmäßiger. Die typischen Dellen der Cellulite treten weniger stark hervor, das Hautbild erscheint insgesamt harmonischer und straffer.

Zu Beginn der Behandlung kann die Haut leicht gerötet oder empfindlich sein – ein völlig normaler und gewünschter Effekt, da der Körper unmittelbar auf die Mikroverletzungen reagiert und den natürlichen Regenerationsprozess in Gang setzt. In den folgenden Tagen beginnt die Haut, neues Kollagen und Elastin zu bilden. Diese Proteine stärken das Bindegewebe und sorgen für mehr Elastizität und Spannkraft. Nach mehreren Sitzungen – meist im Abstand von zwei bis vier Wochen – zeigen sich deutlichere Veränderungen:

- Die Haut fühlt sich glatter und fester an.
- Das Erscheinungsbild der Cellulite-Dellen ist sichtbar reduziert.
- Die Haut erhält einen ebenmäßigeren Teint und eine verbesserte Textur.
- Wassereinlagerungen und Unebenheiten können sichtbar abnehmen.

Der volle Effekt entfaltet sich in der Regel über mehrere Wochen bis Monate, da die Kollagenneubildung ein kontinuierlicher Prozess ist. Bei konsequenter Anwendung und einer gesunden Lebensweise – ausreichend Bewegung, ausgewogene Ernährung und gute Hautpflege – lassen sich die Ergebnisse langfristig stabilisieren und weiter verbessern.

Kann man Microneedling auch Zuhause machen?

Microneedling ist mittlerweile nicht mehr nur in ästhetischen Kliniken oder bei Dermatologen möglich – es gibt auch spezielle Geräte für den Heimgebrauch, darunter vor allem der Dermaroller. Ein Dermaroller ist ein handliches Instrument, das mit feinen Nadeln besetzt ist und sanft über die Haut gerollt wird, um kontrollierte Mikroverletzungen zu erzeugen. Diese Mikrokanäle regen die Kollagen- und Elastinproduktion an und können die Hautstruktur verbessern.

Microneedling zu Hause kann wirksam sein, erfordert aber besondere Vorsicht und Hygiene, da die Haut nach der Behandlung besonders empfindlich ist. Achten Sie auf folgende Punkte:

Nadelgröße: Für den Heimgebrauch werden Nadellängen bis maximal 1,0 mm empfohlen. Längere Nadeln sollten ausschließlich von Fachpersonal verwendet werden.

Sterilität: Der Dermaroller muss vor und nach jeder Anwendung gründlich desinfiziert werden, um Infektionen zu vermeiden.

Saubere Haut: Die Behandlung sollte nur auf frisch gereinigter Haut erfolgen.

Pflege danach: Verzichten Sie mindestens 12 Stunden lang auf andere Hautpflegeprodukte, außer einem milden Pflegeöl, um die Haut zu beruhigen.

Sanfte Anwendung: Üben Sie keinen übermäßigen Druck aus – das Ziel ist, die Haut zu stimulieren, nicht zu verletzen.

Welche Nebenwirkungen hat Microneedling?

Wie bei jeder kosmetischen Behandlung ist auch beim Microneedling Vorsicht und Sorgfalt geboten. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten Sie stets die richtigen Anweisungen befolgen, ausschließlich qualitativ hochwertige Geräte verwenden und auf geeignete Pflegeprodukte achten.

Da die Haut nach dem Needling besonders aufnahmefähig ist – Pflegeprodukte können bis zu 10.000-mal intensiver in den Blutkreislauf gelangen – sollten nur sichere, hautfreundliche und möglichst natürliche Produkte verwendet werden, die im Idealfall natürliche Rohstoffe enthalten. Nach der Behandlung kann es vorübergehend zu leichten Reaktionen kommen, die in der Regel innerhalb weniger Stunden abklingen:

- Trockene oder gespannte Haut
- Leichte Rötung oder Juckreiz
- Erhöhte Sonnenempfindlichkeit
- Vorübergehende Hautempfindlichkeit
- Reaktionen bei Nickelallergien (bei metallischen Rollern oder Stempeln)
- Leichte Irritationen oder Entzündungen bei unzureichender Hygiene

Diese Erscheinungen sind meist harmlos und klingen schnell ab – besonders, wenn Sie nach der Behandlung ein sanft pflegendes Öl oder ein beruhigendes, natürliches Pflegeprodukt verwenden.

Microneedling darf nicht auf verletzter oder entzündeter Haut angewendet werden. Folgende Hautzustände und Erkrankungen schließen die Behandlung aus:
Offene Wunden, Schorf oder Blasen, Aktive Hautausschläge, Warzen oder infektiöse, Hautveränderungen, Schuppenflechte (Psoriasis), Ekzeme, Rosazea (pustulös oder nodulär), Pilzinfektionen, Verdächtige Hautwucherungen oder Hautkrebs, Keloidnarben, Aktive Akne (pustulös oder entzündlich), Fieberbläschen (Herpes simplex)

Außerdem sollten Personen, die blutverdünnende Medikamente (außer Aspirin) oder Arzneimittel einnehmen, die Lichtempfindlichkeit oder starke Hauttrockenheit verursachen – wie etwa Isotretinoin (Accutane) – vor der Behandlung ihren Arzt konsultieren.

Schwangere und stillende Frauen sollten Microneedling nur dann durchführen, wenn mindestens 8 Stunden lang keine Produkte auf die Haut aufgetragen werden, um eine mögliche Belastung für das Baby zu vermeiden.

Fazit

Microneedling bietet eine natürliche, sichere und wirksame Möglichkeit, das Erscheinungsbild von Cellulite sichtbar zu verbessern. Durch die Anregung der körpereigenen Kollagen- und Elastinproduktion werden Hautstruktur und Spannkraft gestärkt, während Unebenheiten und Dellen reduziert werden. Die Ergebnisse zeigen sich meist schrittweise, verbessern sich über mehrere Wochen und können durch konsequente Nachsorge und gesunden Lebensstil langfristig stabilisiert werden. Mit der richtigen Technik, hochwertigen Geräten und Pflegeprodukten kann Microneedling somit zu Hause oder in der Praxis eine effektive Ergänzung zur Cellulite-Behandlung sein – für ein glatteres, strafferes Hautbild und mehr Selbstbewusstsein.

QUELLEN

  • Hou A, Cohen B, Haimovic A, Elbuluk N. Microneedling: A Comprehensive Review. Dermatol Surg. 2017 Mar;43(3):321-339. doi: 10.1097/DSS.0000000000000924. PMID: 27755171.
  • Ramaut L, Hoeksema H, Pirayesh A, Stillaert F, Monstrey S. Microneedling: Where do we stand now? A systematic review of the literature. J Plast Reconstr Aesthet Surg. 2018 Jan;71(1):1-14. doi: 10.1016/j.bjps.2017.06.006. Epub 2017 Jun 17. PMID: 28690124.
      Autor

      Lina Mattern

      Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule Kempten hat sich Lina privat und beruflich mit Themen aus der Gesundheits-, Fitness- und Beautybranche befasst. Seitdem recherchiert und schreibt sie Blogartikel in dieser Branche und ist Expertin im Beauty- und Gesundheitsbereich. Neben dem Schreiben von aktuellen und ausführlich recherchierten Artikeln, betreut sie auch Social Media Kanäle, die sich um Tipps rund um Schönheit und Gesundheit drehen. Die Blogartikel und der Content orientieren sich dabei immer an der aktuellen Forschungslage.

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