Schröpfen gegen Cellulite: Wie ist der Vorher-Nachher-Effekt?

Schröpfen gegen Cellulite: Wie ist der Vorher-Nachher-Effekt?

Redaktion, 13. MÄRZ 2025

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Cellulite ist weit verbreitet und betrifft hauptsächlich Frauen, wofür die Bindegewebsstruktur verantwortlich ist. Obwohl Orangenhaut medizinisch unbedenklich ist, wird sie oft als störend empfunden, weshalb viele nach Möglichkeiten suchen, ihr Erscheinungsbild zu verbessern. Neben genetischen Faktoren spielen auch die Ernährung, Hormone und der Lebensstil eine Rolle bei der Entstehung. Eine Methode, die zunehmend an Beliebtheit gewinnt, ist das Schröpfen gegen Cellulite. Diese traditionelle Technik, die ursprünglich zur Förderung der Durchblutung und zur Linderung von Verspannungen eingesetzt wurde, wird heute als Behandlung genutzt, um die Hautstruktur positiv zu beeinflussen. Doch wie genau funktioniert Schröpfen, und welche Ergebnisse kann man damit gegen Cellulite erzielen?

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Cellulite am Po loswerden: Dieses Hausmittel hilft

Fast jede Frau hat Cellulite und trotzdem ist sie für die meisten nach wie vor ein Grund, sich unwohl zu fühlen. Vermeintliche Maßnahmen und Methoden dagegen gibt es viele, doch nicht alle halten ihr Versprechen. Wie eine neue Entdeckung ergeben hat, kann sogar ein Hausmittel dabei helfen, die Cellulite am Po loszuwerden.

Was ist Cellulite?

Cellulite ist eine Veränderung des Hautbildes, die sich durch Dellen und Unebenheiten, insbesondere an Oberschenkeln, Gesäß, Bauch und Armen, bemerkbar macht. Sie entsteht, wenn sich Fettzellen unter der Haut ausdehnen und gegen das Bindegewebe drücken. Dadurch kommt es zu der charakteristischen dellenförmigen Struktur, die oft als „Orangenhaut“ bezeichnet wird. Cellulite betrifft vor allem Frauen und ist unabhängig vom Körpergewicht oder der allgemeinen Fitness. Sie kann in unterschiedlichem Ausmaß auftreten, von kaum sichtbaren Unebenheiten bis hin zu ausgeprägten Vertiefungen. Obwohl sie medizinisch unbedenklich ist, wird sie häufig als ästhetisches Problem wahrgenommen, weshalb viele Betroffene nach Möglichkeiten suchen, die Dellen loszuwerden.

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Was sind die Ursachen von Cellulite?

Die Ursachen von Cellulite sind vielfältig und oft ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine wesentliche Rolle spielt die Struktur des weiblichen Bindegewebes: Die Kollagenfasern sind bei Frauen parallel angeordnet, was dazu führt, dass sich Fettzellen leichter nach oben durchdrücken können, während sie bei Männern eher netzartig verlaufen und dadurch eine glattere Hautoberfläche begünstigen.

Hormonelle Einflüsse, insbesondere Östrogen, können ebenso die Entstehung von Cellulite begünstigen, da sie die Durchblutung beeinflussen und Wassereinlagerungen fördern. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle – wenn nahe Verwandte zu Cellulite neigen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, die Dellen ebenfalls zu bekommen.

Ein ungesunder Lebensstil wie Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und Rauchen können das Erscheinungsbild von Cellulite verstärken, da sie den Stoffwechsel verlangsamen, die Hautelastizität verringern und die Durchblutung verschlechtern. Zudem kann ein geschwächtes Bindegewebe durch zunehmendes Alter dazu führen, dass sich die Unebenheiten im Laufe der Zeit stärker ausprägen.

Was ist Schröpfen?

Schröpfen ist eine traditionelle Heilmethode, bei der spezielle Schröpfgläser oder -köpfe auf die Haut gesetzt werden, um durch Unterdruck die Durchblutung und den Lymphfluss anzuregen. Es wird sowohl in der Naturheilkunde als auch in der modernen Wellness-Therapie eingesetzt.

Es gibt verschiedene Formen des Schröpfens: Beim trockenen Schröpfen werden die Gläser auf der Haut platziert, wodurch ein Vakuum entsteht, das die Haut leicht anhebt. Dies soll Verspannungen lösen und die Durchblutung fördern. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vorher leicht angeritzt, sodass Schadstoffe über das Blut ausgeleitet werden sollen. Eine weitere Variante ist das Schröpfkopfmassieren, bei dem die Schröpfgläser über die Haut bewegt werden, um das Gewebe intensiver zu stimulieren.

Schröpfen wird traditionell zur Behandlung von Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und sogar Verdauungsproblemen eingesetzt. In der ästhetischen Kosmetik findet es Anwendung bei der Behandlung von Cellulite, da es helfen kann, Verklebungen im Bindegewebe zu lösen und den Abtransport von Stoffwechselprodukten zu fördern.

Wie wirkt Schröpfen gegen Cellulite?

Die Schröpfmassage kann auf unterschiedliche Weise auf die Haut und das darunterliegende Gewebe wirken, weshalb sie als Methode gegen Cellulite immer beliebter wird. Ihre positiven Effekte beruhen vor allem auf der verbesserten Durchblutung, der Förderung des Lymphflusses und der Stimulation des Bindegewebes.

Förderung der Durchblutung

Das durch das Schröpfen erzeugte Vakuum regt die Blutzirkulation in den behandelten Hautbereichen an. Dadurch gelangen mehr Sauerstoff und essenzielle Nährstoffe ins Gewebe, während gleichzeitig Abfallstoffe effizienter abtransportiert werden. Dies kann das Bindegewebe stärken und dazu beitragen, dass Cellulite weniger sichtbar erscheint.

Unterstützung der Lymphdrainage

Wassereinlagerungen können an verschiedenen Körperstellen zu Schwellungen führen, insbesondere an den Beinen, wo sie das Erscheinungsbild von Cellulite zusätzlich verstärken. Das Schröpfen regt den Lymphfluss an und hilft dabei, überschüssige Flüssigkeit besser abzutransportieren. Die Reduzierung dieser Schwellungen kann zu einer ebenmäßigen und glatteren Haut führen.

Anregung des Bindegewebes

Die mechanische Stimulation durch das Schröpfen kann Verklebungen und Verhärtungen im Bindegewebe lösen, was der Haut hilft, ihre Elastizität und Spannkraft zu bewahren. Zudem wird die Produktion von Kollagen und Elastin angeregt, wodurch die Haut straffer wirkt und die typischen Dellen der Cellulite weniger auffallen.

Wie funktioniert Schröpfen gegen Cellulite?

Die Behandlung von Cellulite mit einer Schröpfmassage erfordert etwas mehr Aufwand als das bloße Auftragen einer Creme. Viele entscheiden sich deshalb für eine professionelle Behandlung. Doch mit der richtigen Technik lässt sich die Schröpfmassage auch sicher und einfach zu Hause durchführen. Alles, was dafür benötigt wird, sind Schröpfgläser, ein hochwertiges Massageöl (z. B. Kokosöl, Jojobaöl oder ein spezielles Anti-Cellulite-Öl) und saubere Handtücher. Für Einsteiger sind Schröpfgläser aus Silikon oder Gummi besonders geeignet, da sie leichter zu handhaben sind.

Vorbereitung

Bevor die Massage beginnt, sollte die Haut gründlich gereinigt werden, um Schmutz zu entfernen und die Durchblutung anzuregen. Am besten eignet sich hierfür warmes Wasser, das gleichzeitig das Gewebe aufwärmt. Anschließend wird das Massageöl großzügig auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen. Dies sorgt dafür, dass die Schröpfgläser mühelos über die Haut gleiten und keine unangenehme Reibung entsteht.

Durchführung der Massage

Um das Schröpfglas richtig anzuwenden, wird zunächst ein Unterdruck erzeugt. Dazu wird das Schröpfglas leicht zusammengedrückt, auf die Haut gesetzt und dann losgelassen. Das Vakuum zieht die Haut sanft nach oben, wodurch die Durchblutung und der Lymphfluss angeregt werden. Die Massage erfolgt mit langsamen, gleichmäßigen Bewegungen in Richtung des Herzens. Dabei können kreisförmige oder Zickzack-Bewegungen verwendet werden. Wichtig ist, dass das Schröpfglas nicht zu lange auf einer Stelle verbleibt, da dies Blutergüsse verursachen kann. Eine Behandlung dauert in der Regel 5 bis 10 Minuten und kann bis zu drei Mal pro Woche wiederholt werden.

Nachsorge

Nach der Massage werden die Schröpfgläser durch vorsichtiges Lösen an der Seite entfernt, wodurch das Vakuum aufgehoben wird und die Haut wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt. Um den Anti-Cellulite-Effekt zu verstärken, empfiehlt es sich, anschließend eine feuchtigkeitsspendende Lotion wie die Biovolen Senfsalbe oder Pflegecreme aufzutragen. Auch natürliche Hausmittel können dabei helfen, das Hautbild weiter zu verbessern und die Wirkung der Schröpfmassage zu unterstützen.

Wie ist der Vorher-Nachher-Effekt von Schröpfen gegen Cellulite?

Schröpfen ist keine schnelle oder unkomplizierte Lösung gegen Cellulite, insbesondere im Vergleich zu Massagen oder Cremes, die leichter in den Alltag zu integrieren sind. Daher stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis erste Verbesserungen sichtbar werden.
Die Ergebnisse sind individuell unterschiedlich, da Faktoren wie der Hauttyp, der Grad der Cellulite, die Häufigkeit der Anwendung und der Lebensstil eine Rolle spielen. Während einige bereits nach der ersten Behandlung eine leicht gestraffte Haut bemerken, sehen andere selbst nach mehreren Monaten regelmäßiger Anwendung noch keine deutlichen Veränderungen.

Nach einiger Zeit und mehreren Sitzungen kann sich das Hautbild jedoch deutlich verbessern. Die gesteigerte Durchblutung sorgt für eine bessere Nährstoffversorgung, Verklebungen im Bindegewebe können sich lösen, und der angeregte Lymphfluss trägt dazu bei, Wassereinlagerungen zu reduzieren. Dadurch erscheint die Haut insgesamt straffer und glatter, und die Cellulite kann weniger stark sichtbar sein. Allerdings sind die Ergebnisse sehr verschieden, und ein dauerhaft verbessertes Hautbild erfordert meist regelmäßige Anwendungen in Kombination mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und einer guten Flüssigkeitszufuhr.

Fazit

Schröpfen kann eine wirksame Methode sein, um das Hautbild bei Cellulite zu verbessern, indem es die Durchblutung und den Lymphfluss anregt, Verklebungen im Bindegewebe lockert und den Stoffwechsel unterstützt. Durch regelmäßige Anwendungen kann die Haut straffer und glatter erscheinen, auch wenn Cellulite dadurch nicht vollständig beseitigt werden kann. Der Erfolg hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die individuelle Bindegewebsstruktur, die Häufigkeit der Behandlung und der persönliche Lebensstil. In Kombination mit gesunder Ernährung, Bewegung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr kann Schröpfen jedoch einen wertvollen Beitrag zur Hautpflege leisten und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

QUELLEN

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      Autor

      Lina Mattern

      Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule Kempten hat sich Lina privat und beruflich mit Themen aus der Gesundheits-, Fitness- und Beautybranche befasst. Seitdem recherchiert und schreibt sie Blogartikel in dieser Branche und ist Expertin im Beauty- und Gesundheitsbereich. Neben dem Schreiben von aktuellen und ausführlich recherchierten Artikeln, betreut sie auch Social Media Kanäle, die sich um Tipps rund um Schönheit und Gesundheit drehen. Die Blogartikel und der Content orientieren sich dabei immer an der aktuellen Forschungslage.

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