Cellulite Grad 1, 2, 3: Welches Stadium habe ich?

Cellulite Grad 1, 2, 3: Welches Stadium habe ich?

Redaktion, 23. Juni 2026

Welchen Cellulite Grad habe ich?

Viele tun sich schwer dabei, den richtigen Cellulite Grad bei sich zu bestimmen.

Dellen an den Oberschenkeln, am Gesäß oder an den Oberarmen sind für die meisten Frauen ein vertrauter Anblick. Fast jede Frau kommt im Laufe ihres Lebens mit dem Phänomen der Cellulite in Berührung. Doch Orangenhaut ist nicht gleich Orangenhaut. Die Ausprägung der Dellen unterscheidet sich von Person zu Person und wird in der Medizin in drei verschiedene Schweregrade unterteilt. Um das eigene Hautbild gezielt zu pflegen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, sollte man das aktuelle Stadium genau bestimmen können.

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Cellulite am Po loswerden: Dieses Hausmittel hilft

Fast jede Frau hat Cellulite und trotzdem ist sie für die meisten nach wie vor ein Grund, sich unwohl zu fühlen. Vermeintliche Maßnahmen und Methoden dagegen gibt es viele, doch nicht alle halten ihr Versprechen. Wie eine neue Entdeckung ergeben hat, kann sogar ein Hausmittel dabei helfen, die Cellulite am Po loszuwerden.

Warum wird Cellulite überhaupt in Grade eingeteilt?

Die Unterteilung der Orangenhaut in verschiedene Stadien ist keine Erfindung der Kosmetikindustrie, sondern hat ihren Ursprung in der wissenschaftlichen Dermatologie. Mediziner nutzen diese Klassifikation seit Jahrzehnten, um das Bindegewebe der Haut objektiv zu beurteilen.

Eine einheitliche Einteilung ist sowohl für die medizinische Forschung als auch für die tägliche Behandlung im Alltag unverzichtbar. Nur wenn der Ausgangszustand der Haut exakt definiert ist, lassen sich die Erfolge von Therapien, Massagen oder Sportprogrammen verlässlich miteinander vergleichen. Zudem zeigt die Einteilung den Betroffenen genau, welche Pflege- und Behandlungsmethoden für ihr spezifisches Stadium überhaupt realistisch und wirksam sind.

Was ist Cellulite Grad 1?

Das erste Stadium der Cellulite beschreibt die mildeste und am wenigsten ausgeprägte Form der Gewebeveränderung. Im Alltag und bei normaler Körperhaltung ist von den Dellen in diesem Stadium noch überhaupt nichts zu sehen.

Die Hautoberfläche wirkt im Stehen und im Liegen vollkommen glatt und ebenmäßig. Sichtbar werden die feinen Unebenheiten ausschließlich dann, wenn ein sogenannter Hautfaltentest durchgeführt wird. Dabei drückt man die Haut an den Oberschenkeln mit den Händen sanft zusammen. Auch beieiner starken Kontraktion der Muskeln, beispielsweise beim Anspannen des Gesäßes, können die Dellen kurzzeitig zum Vorschein kommen.

Betroffen von diesem leichten Grad sind sehr viele junge Frauen sowie Frauen mit einem von Natur aus sehr straffen Bindegewebe. Da die Struktur der Haut hier noch weitgehend intakt ist, lässt sich dieses Stadium durch die richtige Routine besonders leicht positiv beeinflussen.

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Was ist Cellulite Grad 2?

Beim zweiten Stadium verändern sich die Sichtbarkeit und die Struktur der betroffenen Hautpartien deutlicher. Die Gewebeveränderung ist nun weiter fortgeschritten.

Die Dellen und Unebenheiten sind in diesem Grad bereits im normalen Stehen sichtbar, ganz ohne dass die Haut manuell zusammengedrückt oder der Muskel angespannt werden muss. Sobald sich die Betroffenen jedoch flach hinlegen, entspannt sich das Gewebe und die Hautoberfläche wirkt wieder weitgehend glatt. Am häufigsten zeigt sich dieser Grad an den Außenseiten der Oberschenkel (den sogenannten Reithosen) und am Gesäß.

Die Übergänge zwischen den einzelnen Stadien verlaufen meist fließend. Durch hormonelle Schwankungen, eine Ernährungsumstellung oder Phasen mit weniger Bewegung kann sich das Hautbild von Grad 1 unbemerkt zu Grad 2 entwickeln, da die Fettzellen wachsen und das Bindegewebe elastischer wird.

Was ist Cellulite Grad 3?

Das dritte Stadium stellt die ausgeprägteste Form der Cellulite dar. Hier hat sich die Struktur des Unterhautgewebes über einen längeren Zeitraum stark verändert.

Die tiefen Dellen und unregelmäßigen Erhebungen sind in diesem Stadium permanent zu sehen – völlig unabhängig davon, ob man steht, geht oder flach im Bett liegt. Aufgrund dieser ausgeprägten, unebenen Oberflächenstruktur wird dieser Zustand im Volksmund oft als klassische „Orangenhaut“ oder treffend als „Matratzenhaut“ bezeichnet. Die Haut kann sich in diesem Bereich zudem fühlbar kühler anfühlen, da die Durchblutung lokal eingeschränkt ist.

Die Hautstruktur verändert sich hier grundlegend, weil sich die elastischen Kollagenfasern, die das Gewebe durchziehen, stark verhärtet und verkürzt haben. Sie ziehen die Hautoberfläche fest nach innen, während sich die dazwischen liegenden Fettzellen ungehindert nach außen wölben.

Wie erkennt man selbst seinen Cellulite-Grad?

Um herauszufinden, in welchem Stadium sich das eigene Bindegewebe befindet, kann man zuhause einen ganz einfachen Test vor dem Spiegel durchführen. Dieser sogenannte Quetschtest liefert sofort Gewissheit.

Dazu stellt man sich bei gutem, am besten seitlich einfallendem Licht aufrecht hin und nimmt die Haut am Oberschenkel fest zwischen Daumen und Zeigefinger.

  • Entstehen dabei kleine Wellen und Dellen, die beim Loslassen sofort wieder verschwinden, liegt Grad 1 vor.

  • Sind die Dellen schon vor dem Quetschen im Stehen sichtbar, verschwinden aber beim anschließenden Hinlegen auf das Bett, handelt es sich um Grad 2.

  • Bleiben die tiefen Furchen auch im Liegen unübersehbar bestehen, ist das ein klares Zeichen für Grad 3.

Welche Faktoren beeinflussen den Schweregrad?

Wie tief sich die Dellen in die Haut graben, hängt von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener innerer und äußerer Faktoren ab.

Die primäre Basis wird durch die Genetik, die natürliche Beschaffenheit des Bindegewebes und den weiblichen Hormonhaushalt gelegt. Das Hormon Östrogen sorgt biologisch dafür, dass das Bindegewebe dehnbar bleibt und Fettzellen bevorzugt an Oberschenkeln und Hüften gelagert werden. Aus diesem Grund können auch sehr schlanke Frauen, die genetisch ein weicheres Gewebe geerbt haben, hohe Cellulite-Grade aufweisen.

Zusätzlich beschleunigen das persönliche Gewicht, Bewegungsmangel und der allgemeine Lebensstil das Fortschreiten der Stadien. Zu viel Zucker und ungesunde Fette lassen die Fettzellen anschwellen, während zu wenig Sport die stützende Muskulatur unter der Haut schrumpfen lässt, wodurch die Dellen noch deutlicher hervortreten.

Kann sich der Cellulite-Grad verschlechtern – oder auch verbessern?

Die Beschaffenheit unseres Gewebes ist kein starrer Zustand, sondern dynamisch. Das bedeutet, dass sich das Hautbild in beide Richtungen verändern kann.

Negativ beeinflusst wird der Verlauf vor allem durch anhaltenden Bewegungsmangel, eine schlechte Durchblutung und eine ungesunde Ernährung, die Schlackenstoffe im Gewebe fördert. Doch die gute Nachricht ist: Der Grad lässt sich nachweislich wieder verbessern. Regelmäßiges Krafttraining baut die darunter liegende Muskulatur auf und strafft das Gewebe von innen heraus.

Zudem leistet eine durchblutungsfördernde Pflege ab den Graden 1 und 2 einen wesentlichen Beitrag, um die Hautstruktur von außen zu stabilisieren. Das Auftragen einer Salbe mit Senf-Extrakt kann dabei unterstützen, ungesunde Fettzellen in stoffwechselaktives Fettgewebe umzuwandeln. Gleichzeitig pflegt die Senfsalbe die gesamte Hautpartie, auf der sie aufgetragen wird mit natürlichen und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen.

Welche Behandlung passt zu welchem Grad?

Je nach Stadium der Cellulite verändern sich die Pflegeansprüche der Haut. Eine gezielte Strategie verspricht die besten Ergebnisse.

Grad 1: Pflege und Lebensstil oft ausreichend
Befindet sich die Haut im ersten Stadium, reichen kleine Anpassungen im Alltag meist völlig aus. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Wasser und regelmäßige Bewegung verhindern, dass sich die Fettzellen vergrößern. Eine stärkende Pflege schützt die kollagenen Fasern vor dem Erschlaffen.

Grad 2: Kombination aus Pflege, Bewegung und Massage sinnvoll
Ist das zweite Stadium erreicht, sollte man die Maßnahmen intensivieren. Hier ist eine Kombination aus gezieltem Muskelaufbau, regelmäßigen Zupfmassagen und einer anregenden Außenpflege ideal. Die tägliche Anwendung einer Senfsalbe eignet sich bei allen drei Graden hervorragend als Basispflege.

Grad 3: Wann professionelle Verfahren sinnvoll sind
Bei tiefen, verhärteten Strukturen von Grad 3 stoßen Sport und Cremes allein an ihre Grenzen. Hier kann es sinnvoll sein, die Basispflege durch professionelle, apparative Verfahren beim Dermatologen zu ergänzen. Methoden wie die Endermologie (mechanische Bindegewebsmassage) oder Stoßwellentherapien können helfen, die verklebten Fasern tief im Gewebe zu lockern.

Fazit

Die Bestimmung des eigenen Cellulite-Grades ist kein Grund zur Sorge oder Frustration, sondern dient als rein praktische Orientierung für die tägliche Pflegeroutine. Wichtig ist es, realistische Erwartungen an den eigenen Körper zu haben. Während sich leichte Dellen im frühen Stadium fast vollständig glätten lassen, geht es bei einem höheren Grad vor allem darum, das Hautbild zu stabilisieren, ein weiteres Absacken des Gewebes zu verhindern und die Haut wieder fühlbar straffer und vitaler zu machen.

QUELLEN

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  • Wollina U, Goldman A. Management of cellulite. Open Access Maced J Med Sci. 2017 Jul 25;5(4):533-538. doi: 10.3889/oamjms.2017.107. PMID: 28785349.
      Autor Simon Engelhardt

      Simon Engelhardt

      Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert. 

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